Die Kommune ist ein zentrales Dachsetting der Bewegungsförderung, da sie Lebenswelten wie Bildungseinrichtungen, Betriebe, Pflegeeinrichtungen und Vereine bis hin zum öffentlichen Raum verbindet. Sie gestaltet Infrastruktur, vernetzt Akteurinnen und Akteure und schafft Rahmenbedingungen für Bewegung im Alltag - und stärkt damit Gesundheit, Teilhabe, Lebensqualität und Standortattraktivität.
Standortfaktor und Attraktivität: Kommunen mit bewegungsfreundlicher Infrastruktur ziehen Familien, Unternehmen und Fachkräfte an und fördern so eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung.
Soziale Teilhabe und Chancengleichheit: Alle Bevölkerungsgruppen – unabhängig von Alter, Einkommen oder Herkunft – erhalten gleichberechtigten Zugang zu Bewegungsmöglichkeiten. Das fördert soziale Integration und gesundheitliche Chancengleichheit.
Gesundheitsförderung und Prävention: Bewegungsförderung wirkt als Verhältnisprävention über viele Settings hinweg und kann das Risiko chronischer Erkrankungen signifikant senken.
Sektorübergreifende Synergien schaffen: Kommunen vernetzen Handlungsfelder wie Mobilität, Sport, Bildung, Inklusion und Pflege – dadurch erzielen Maßnahmen eine ganze gesellschaftliche Hebelwirkung.
„Zielgruppenspezifische Bestandsaufnahmen für Bewegungsförderung in Deutschland“ (2022-2025), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG): Bestandsaufnahmen zur Bewegungsförderung bei Kindern und Jugendlichen, Erwachsenen (mit chronischen Erkrankungen) und älteren Erwachsenen (ab 65 Jahren): Link zur Übersicht der BestandsaufnahmenÖffnet sich in einem neuen Fenster
Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse verhältnisorientierter Bewegungsförderung in Kommunen (EUBeKo)-Projekt (2023), Pädagogische Hochschule Heidelberg: Analyse der Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse verhältnisorientierter Bewegungsförderung in städtischen und ländlichen Kommunen zur Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit: Link zum Abschlussbericht des ProjektsÖffnet sich in einem neuen Fenster
Bewegungs- und Gesundheitsförderung in ländlichen und städtischen Kommunen – eine qualitative Analyse zu den Rollen potenzieller Multiplikator*innen (2022), Julius-Maximilians-Universität Würzburg und Pädagogische Hochschule Heidelberg: Rolle kommunaler Multiplikatoren und Multiplikatorinnen in Stadt und Land bei der Umsetzung bewegungsfördernder Maßnahmen mit Fokus auf Handlungsfelder, Einflussfaktoren und strukturelle Unterschiede kommunaler Steuerung: Link zur AnalyseÖffnet sich in einem neuen Fenster
Kommune als Koordinierungs- und Vernetzungsstelle: Aufbau nachhaltiger Strukturen zur strategischen Bewegungsförderung – durch fachbereichsübergreifende Abstimmung, sektorübergreifende Kooperationen und gezielte Ressourcenbündelung.
Integration in Leitbilder und Strategien: Bewegung als Querschnittsthema in kommunalen Fachkonzepten (z. B. Gesundheitsstrategie, Mobilitätsplanung, Stadtentwicklung) verankern.
Bewegungsfreundliche Infrastruktur schaffen: Verdichtete Quartiere, sichere Fuß- und Radwege, Parks und Begegnungsflächen fördern die Alltagsmobilität.
Förderung lokaler Angebote & Kooperationen: Unterstützung von Vereinen, Bewegungsinitiativen und Programmen zur Ergänzung von Infrastrukturmaßnahmen.
Partizipation (Zielgruppenbeteiligung): Frühe Einbindung von Bürgerschaft, Zielgruppen und politischen Stakeholder zur Planung und Implementierung.
Finanzierung und politische Unterstützung sichern: Langfristige politische Unterstützung – etwa durch regelmäßige Beschlüsse, Budgetzuweisungen und Engagement in Ratsgremien und Verwaltungseinheiten sowie die Nutzung aktueller Förderprogramme.
Planungstools für den Aufbau integrierter kommunaler Strategien in der Gesundheitsförderung (2025), Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG): HandreichungÖffnet sich in einem neuen Fenster
Dritte Orte – Begegnungsräume in der altersfreundlichen Stadt (2023), Körber-Stiftung in Kooperation mit dem Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung: DiskussionspapierÖffnet sich in einem neuen Fenster
Leitfaden Prävention, GKV-Spitzenverband: LeitfadenÖffnet sich in einem neuen Fenster als verbindliche Rechtsgrundlage für die finanzielle Förderung von Projekten durch die GKV
Projekt- und Maßnahmendatenbank SPORTLAND HESSEN bewegt: Wie sagt man so schön? "Man muss das Rad nicht neu erfinden". In dieser Projektdatenbank mit Filteroptionen und Suchfunktion werden zahlreiche Maßnahmen, Projekte und Angebote im Themenfeld Bewegungsförderung eingepflegt: Link zur ProjektdatenbankÖffnet sich in einem neuen Fenster des Landesprogramms
Praxisdatenbank des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC): größte bundesweite Übersicht von Angeboten und Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention, die sich gezielt an Menschen in schwieriger sozialer Lage richten. Mithilfe der Recherchefunktion lässt sich das vielfältige Praxisangebot komfortabel nach Themen wie Bewegungs- und Mobilitätsförderung filtern: Link zur Projektdatenbank der KGCÖffnet sich in einem neuen Fenster
Förderung & Akteure
Förderdatenbank SPORTLAND HESSEN bewegt: Datenbank mit Filteroptionenund Suchfunktion mit einer Vielzahl von landesweiten als auch bundesweiten Fördermöglichkeiten für das Themenfeld der Bewegungsförderung, die bei der Entwicklung von neuen Maßnahmen berücksichtigt werden können: Link zu Förderdatenbank des LandesprogrammsÖffnet sich in einem neuen Fenster
Im Rahmen des Landesprogramms SPORTLAND HESSEN bewegt wurde 2025 eine Übersicht der koordinierenden und lotsenden Stellen in Hessen mit Bezug zur Bewegungsförderung auf kommunaler Ebene erstellt. Diese Stellen (wie z.B. dieBewegungskoordinierendeÖffnet sich in einem neuen Fenster des Landesprogramms) sind häufig unterschiedlichen Ressorts und Programmen zugeordnet, weisen jedoch gemeinsame Schnittmengen im Themenfeld Bewegungsförderung auf. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu Gesundheit, Teilhabe, Integration, Nahmobilität, Bildung und einem aktiven Lebensstil in Hessen.
Sportkreise: Regionale Untergliederungen des Landessportbundes Hessen, Bindeglied zwischen Sportvereinen und Kommunen, Koordinierung lokaler Bewegungsprojekte Website des lsb hÖffnet sich in einem neuen Fenster
Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAGE): Die HAGE berät zur kommunalen Bewegungsförderung und ist Hessens zentrale Ansprechpartnerin für lebensphasenübergreifende Gesundheitsförderung und Prävention: Website der HAGEÖffnet sich in einem neuen Fenster
ARGE GKV-Bündnis für Gesundheit in Hessen: Zentrale Anlaufstelle für Kommunen im Rahmen von Präventionsprojekten in den Lebenswelten + Beratung bei Fördermitteln durch das GKV-Bündnis: Website der ARGE HessenÖffnet sich in einem neuen Fenster
Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Soziale Brennpunkte Hessen e.V.: Unterstützung bewegungsbezogener Projekte als Teil von Quartiersarbeit und sozialraumorientierter Gesundheitsförderung z.B. durch Netzwerke und Arbeitsgruppen, Methodensammlung oder der Übersicht verschiedener Förderdatenbanken: Website der LAGÖffnet sich in einem neuen Fenster
Landesseniorenvertretung Hessen e.V. (LSVH): Vertretung der kommunalen Seniorenvertretungen, u.a. in den Bereichen Bewegung, Teilhabe und Mobilität tätig: Website der LSVHÖffnet sich in einem neuen Fenster
Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH): Netzwerk zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs sowie zur Unterstützung nahmobilitätsfreundlicher, kommunaler Maßnahmen: Website der AGNHÖffnet sich in einem neuen Fenster
Wohlfahrtsverbände: Lokale Träger sozialer Dienstleistungen, die als Partner für kommunale Gesundheitsförderungsprojekte dienen, insbesondere bei der Erreichung schwer erreichbarer Zielgruppen.
Arbeitsagenturen und Jobcenter: Unterstützung beruflicher (Wieder-)Eingliederung durch Maßnahmen, die auch Bewegungsförderung beinhalten können.
Ländliche Kommunen unterscheiden sich von Städten: Infrastruktur & Angebotsdichte fordern die Bewegungsförderung. Zugleich eröffnen Naturräume und Dorfgemeinschaften Chancen für wohnortnahe Angebote.
Zusammenleben auf dem Dorf: Wie ländliche Kommunen das Zusammenleben von Alteingesessenen und Neuzugezogenen gestalten können (2025), Berlin-Institut für Entwicklung und Wüstenrot Stiftung: DiskussionspapierÖffnet sich in einem neuen Fenster
Akademie für den ländlichen Raum Hessen: Bietet Informations-, Beratungs- und Fortbildungsangebote zur Erhaltung und Entwicklung ländlicher Räume als attraktive Lebensräume und unterstützt Akteure vor Ort bei der Umsetzung entsprechender Maßnahmen: Website der AkademieÖffnet sich in einem neuen Fenster
Aktionsbündnis Ländlicher Raum Hessen (ALR): Zusammenschluss von Organisationen, die sich für gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Landesteilen einsetzen und den ländlichen Raum aktiv mitgestalten wollen. In den Bereichen Daseinsvorsorge, Digitalisierung, Mobilität, Wohnen, Ehrenamt und Klimaschutz bringt das Bündnis gemeinsame Positionen in politische Entscheidungsprozesse ein: Website des ALRÖffnet sich in einem neuen Fenster
Landfrauenverband Hessen e.V.: Durch vielfältige Bildungsangebote, Gesundheitsprojekte und Netzwerkarbeit trägt der Verband dazu bei, Gesundheits- und Bewegungsförderung im ländlichen Raum niedrigschwellig zu vermitteln: Website des VerbandsÖffnet sich in einem neuen Fenster
Das Projekt „IG Sport im ländlichen Raum“ des Landessportbundes Hessen e.V. (lsb h) in Kooperation mit dem Hessischem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU) untersucht Rahmenbedingungen für Sportvereine im ländlichen Raum, nutzt und stärkt bestehende Strukturen und identifiziert Potentiale neuer Kooperationen. Ziel: Entwicklung passgenauer Strategien und bessere Nutzung von Fördermitteln. Erfolgreiche Ansätze sollen später auf andere Regionen übertragen werden.
Die Kommune bildet das Dach für vielfältige Lebensweltenmit individuellen Potenzialen. Entdecken Sie für die folgenden Settings maßgeschneiderte Argumente, Praxishilfen, Ansprechpartner undFörderwege um Bewegungsförderung zielgerichtet umzusetzen.
Der Sportatlas Hessen ist eine interaktive Karte des HMFG zur Suche von Sportstätten. Nutzer finden hier Informationen zu Ausstattung, Sportarten und Barrierefreiheit. Vereine können ihre genutzten Anlagen (eigen oder kommunal) selbst eintragen, um die Sichtbarkeit ihres Standorts zu erhöhen.
Der Atlas dient vor allem als Grundlage für Sportentwicklungsplanung und Investitionsentscheidungen und unterstützt eine bedarfsgerechte, nachhaltige Infrastrukturentwicklung.
Die BeLa ist die zentrale Plattform des DOSB für Sport in Ihrer Nähe:
Vielfalt: Über 100.000 Angebote von Vereinen, Kommunen und Organisationen.
Inhalte: Kurse, Sportfeste sowie öffentliche Sportanlagen und Spielplätze.
Ziel: Einfacher Zugang zu Bewegung für alle.
Neben Sportvereinen können nun auch Kommunen und gemeinnützige Organisationen ihre Bewegungsangebote (z. B. Spaziergehtreffs, Bewegungsorte (z. B. Spielplätze und öffentliche Sportanlagen) oder Veranstaltungen (z. B. Sportfeste) in der BeLa eintragen.
Folgende Querschnittsthemen sind gültig für alle Lebensphasen und Settings und sollten bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Bewegungsförderung mitgedacht werden. Sie unterstützen eine umfassende und inklusive Bewegungsförderung und somit die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Menschen.