Hintergrund
19. Januar 2026 – Ausgangspunkt des Projekts war eine Anfrage des Mädchenbüro Milena an die kommunale Bewegungskoordination im Sportamt der Stadt Frankfurt Anfang 2025. Ziel war es, neue Wege zu finden, um Mädchen – insbesondere mit Flucht- oder Migrationsgeschichte – niedrigschwellige Zugänge zu Bewegung und Vereinssport zu eröffnen.
Über einen Netzwerkaufruf konnten passende Sportvereine als Kooperationspartner gewonnen und die Umsetzung gemeinsam entwickelt werden. Gefördert wird das Projekt vom Amt für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt.
Zugänge zum Sport für Mädchen gezielt erleichtern
Das auf zwölf Monate angelegte Projekt richtet sich an Mädchen zwischen 10 und 21 Jahren. Unter dem Motto „Sport. Empowerment. Zukunft.“ erhalten sie die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen unterschiedliche Sportarten auszuprobieren und positive Bewegungserfahrungen zu sammeln.
Neben der körperlichen Aktivität stehen auch die Stärkung von Selbstbewusstsein, Körpergefühl und Resilienz im Mittelpunkt. Gemeinsame Trainingseinheiten und begleitete Vereinsbesuche sollen Hemmschwellen abbauen und nachhaltige Zugänge zum organisierten Sport eröffnen.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Beteiligte Akteure und Zusammenarbeit vor Ort
An dem Projekt beteiligen sich mehrere Frankfurter Sportvereine: die FTG Frankfurt, der Verein „Frauen in Bewegung“, die Baseball-Abteilung des FTV 1860 sowie das Hockey-Resort des TGS Vorwärts. Die Zusammenarbeit mit dem Mädchenbüro Milena zeigt, wie Träger, Sportvereine und kommunale Strukturen gemeinsam Bewegungsförderung umsetzen können.
Das Sportprojekt fügt sich in die ganzheitliche Arbeit des Mädchenbüro Milena für Chancengerechtigkeit, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe von Mädchen und jungen Frauen ein. Neben schulischer und beruflicher Förderung bietet der Verein kreative, politische und kulturelle Projekte, die Mädchen darin bestärken, ihre Stimmen zu erheben und ihre Zukunft aktiv zu gestalten. Bewegung und Sport sind dabei ein weiterer wichtiger Baustein – denn sie fördern nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern auch Teamgeist, Mut und Selbstvertrauen.
Durch die enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure entstehen passgenaue Bewegungsangebote für Zielgruppen, die vom Vereinssport bislang oft nicht erreicht werden.