Die aktuelle MOVE-Studie macht deutlich, dass besonders Jugendliche aus herausfordernden Sozialräumen einen hohen Bedarf an regelmäßiger Bewegung haben, um gesund aufzuwachsen. Psychosoziale Belastungen, Stress und fehlende Alltagsstrukturen verstärken diesen Bedarf zusätzlich. Gleichzeitig gelingt es der klassischen Jugendarbeit immer weniger, diese Jugendlichen zuverlässig zu erreichen. Bewegung wird daher zunehmend als wirkungsvoller Türöffner genutzt, um Bindung, Stabilität und Empowerment zu fördern.
Parallel dazu zeigt die Sinus-Jugendstudie einen deutlichen Trend hin zu fitnessorientierten und individuellen Sportformen wie Calisthenics, Krafttraining und Street Workout. Diese Trainingsformen gelten unter Jugendlichen als modern, selbstbestimmt und urban – und gewinnen in vielen jugendlichen Lebenswelten deutlich an Attraktivität gegenüber traditionellen Teamsportarten. Damit treffen sie genau jene Bedürfnisse, die für eine zeitgemäße, zugangsorientierte Jugendarbeit von zentraler Bedeutung sind.