Hintergrund
Weltweit sind etwa 55 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, zwei Drittel davon in Entwicklungsländern. Bis 2050 wird die Zahl voraussichtlich auf 139 Millionen steigen, besonders dramatisch in China, Indien, Südamerika und den afrikanischen Ländern südlich der Sahara.
Der Welt-Alzheimertag wurde 1994 von Alzheimer's Disease International gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen. Seitdem finden am 21. September in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen aufmerksam zu machen.
Umsetzung in Deutschland
In Deutschland organisieren die örtlichen Alzheimer-Gesellschaften und Selbsthilfegruppen jedes Jahr eine Reihe von regionalen Veranstaltungen. Mit Vorträgen, Tagungen, Gottesdiensten, Benefizkonzerten, Begegnungsangeboten usw. machen sie die Öffentlichkeit auf das Thema Alzheimer und andere Demenzerkrankungen aufmerksam.
Der Welt-Alzheimertag 2026 lädt unter dem Motto „Demenz – (k)eine Frage des Alters“ dazu ein, Demenz nicht als Phänomen zu betrachten, das „irgendwann einmal“ andere betrifft, sondern als eine gemeinsame Aufgabe, die schon heute unser Zusammenleben prägt. Im Mittelpunkt stehen der Abbau von Stigmata, die Förderung von Verständnis sowie gesellschaftlicher Teilhabe und ein respektvolles, offenes und geduldiges Miteinander.
Die daran anknüpfende "Woche der Demenz" rahmt sich in diesem Jahr vom 21. bis 27. September um den Aktionstag.
Bewegungsförderung
Passend dazu bietet die Bildungsakademie des Landessportbundes Hessen (LSBH) gemeinsam mit der Diakonie Hessen bereits am 17. September einen kostenfreien Fachtag zum Thema an. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen Teilhabe, Bewegung und Lebensfreude im Alltag bewahren können.
Aktuell ist die Veranstaltung ausgebucht. Eine Anmeldung ist nur noch mit Wartelistenplatz möglich.