Kleiner Comic-Löwe rennt mit beiden Armen über den Kopf und lacht.

Auftaktveranstaltung: Startschuss für die Neuauflage des Hessischen Bewegungschecks

Der Hessische Bewegungscheck geht in die nächste Phase: Ab November 2026 startet die Neuauflage für Grundschulen in Hessen. Das landesweite Programm erfasst die motorischen Fähigkeiten von Kindern der zweiten Klassen und verknüpft die Ergebnisse mit gezielten Angeboten zur Bewegungs- und Talentförderung.

Startschuss für die Neuauflage des Hessischen Bewegungschecks

30. September 2026 – Mit einer Pressekonferenz an der Wilhelm-Busch-Schule in Hofheim ist am 22. September 2026 der Startschuss für den neuen Hessischen Bewegungscheck gefallen. Sportministerin Diana Stolz und Bildungsminister Armin Schwarz stellten gemeinsam mit weiteren Beteiligten das landesweite Programm vor, das ab November an hessischen Grundschulen startet.

Die Idee zum Hessischen Bewegungscheck (HBC) entstand 2018 im Rahmen des Landesprogramms SPORTLAND HESSEN bewegt. Zwischen 2021 und 2025 wurde der HBC in acht hessischen Modellregionen erprobt und wissenschaftlich durch die Goethe-Universität Frankfurt begleitet.

Auf Grundlage der Erfahrungen aus der Modellphase wurde das Programm für das Schuljahr 2026/27 konzeptionell und strukturell weiterentwickelt. Die Neuauflage soll landesweit einheitliche und langfristig tragfähige Strukturen schaffen. Ziel ist es, motorische Fähigkeiten von Grundschulkindern zu erfassen, Stärken und Förderbedarfe frühzeitig zu erkennen und darauf aufbauend Zugänge zu passenden Bewegungs- und Sportangeboten zu schaffen. 

Der HBC richtet sich an Schülerinnen und Schüler der zweiten Klassen teilnehmender Grundschulen. Mit dem Test soll jedoch nicht allein der motorische Entwicklungsstand erfasst werden. Die Ergebnisse bilden zugleich den Ausgangspunkt für weiterführende Angebote.

Grundlage wird künftig der wissenschaftlich etablierte Deutsche Motorik-Test (DMT) sein. Mit acht Aufgaben werden motorische Fähigkeiten in den Bereichen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit erfasst. Die Ergebnisse sollen individuelle Stärken und mögliche Förderbedarfe sichtbar machen und als Grundlage für anschließende Bewegungs- und Sportangebote dienen.

Gemeinsam für mehr Bewegung und Talentförderung

Gruppenbild mit Kindern sowie dem hessischen Kultusminister und der Sportministerin und den Botschafter und Botschfterinnn des Hessischen Bewegungschecks.

Unter dem Motto „LÖWEN, LOS! Mit dem Hessischen Bewegungscheck“ stellten Sportministerin Diana Stolz vom Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege (HMFG) und Bildungsminister Armin Schwarz vom Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen (HMKB) die Neuauflage bei der Pressekonferenz in Hofheim vor. Gemeinsam mit Andreas Klages, Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes Hessen, präsentierten sie das landesweite Programm.

Sport- und Bildungsministerium betonten dabei die Bedeutung frühzeitiger Bewegungsförderung. Bewegungsmangel bei Kindern stellt eine zentrale Herausforderung dar. Gleichzeitig bietet das Setting Schule die Möglichkeit, alle Kinder in Hessen zu erreichen. Der HBC soll deshalb motorische Förderbedarfe frühzeitig sichtbar machen, passende Bewegungsangebote anschließen und zugleich sportliche Talente erkennen und fördern.

Prominente Unterstützung und Einblicke in die Praxis

Begleitet wurde die Auftaktveranstaltung von Bobpilotin Kim Kalicki und Radrennprofi John Degenkolb. Als Botschafter unterstützten sie die Vorstellung des Programms und absolvierten gemeinsam mit den Kindern einzelne Stationen des Bewegungschecks. Ein Filmteam sowie weitere Medienvertretungen begleiteten die Veranstaltung und berichteten über den Start des Programms.

Im Anschluss an die Pressekonferenz durchliefen die Schülerinnen und Schüler den Bewegungscheck. Dabei konnten die verschiedenen Testaufgaben direkt in der Praxis gezeigt werden. So wurde anschaulich, wie der HBC künftig im Schulalltag umgesetzt wird und wie die unterschiedlichen motorischen Fähigkeiten erfasst werden.

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Vom Testergebnis zum passenden Bewegungsangebot

Die Umsetzung des HBC verbindet Akteurinnen und Akteure aus Schule, Sport, Wissenschaft und Politik. Landessportbund Hessen, Sportjugend Hessen, Sportkreise und Sportvereine unterstützen insbesondere bei den anschließenden Angeboten zur Bewegungs- und Sportförderung. Die Schulen führen die Testungen durch und werden dabei über die Schulsportkoordinatorinnen und Schulsportkoordinatoren der Staatlichen Schulämter begleitet.

Kinder mit motorischem Förderbedarf sollen beispielsweise im Rahmen des Ganztags an kostenfreien Bewegungsangeboten von Sportvereinen teilnehmen können. Für motorisch besonders leistungsfähige Kinder sind Talenttage vorgesehen, bei denen sie regional erreichbare Sportarten ausprobieren und Vereine kennenlernen können. Damit werden die Ergebnisse des Bewegungschecks unmittelbar mit Bewegungs- und Talentförderung verknüpft.

Organisation, Förderung und wissenschaftliche Begleitung

Gesteuert und finanziert wird der HBC durch das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege und das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen. Die operative Steuerung übernimmt die Zentralstelle für Schulsport und Bewegungsförderung. Wissenschaftlich wird der HBC 2.0 durch das Karlsruher Institut für Technologie begleitet.

Ausblick

Der offizielle Projektstart des neuen Hessischen Bewegungschecks ist für den 1. November 2026 vorgesehen. Ab dem Schuljahr 2026/27 soll das Angebot schrittweise an hessischen Grundschulen ausgeweitet werden.